Erinnerungen an Wolfgang Mocek (* 5.6.1940 - † 26.4.2010)
Uelzen. Wem hat er nicht schon alles ein kleines grünes Päckchen mit Wusil-Pfefferminz oder eine Packung Sole-Bonbons geschenkt, wer hat nicht von der Schärfe seiner Messer geschwärmt, denen er seinen Namen gegeben hat:
Wolfgang Mocek hatte so seine Markenzeichen. Seine Leidenschaft für Natursalz und Gewürze, über die er stundenlang plaudern konnte, wird unvergessen bleiben. Ebenso wie seine Sammelleidenschaft. Dass er über ein äußerst umfangreiches Postkarten- und Fotoarchiv mit Motiven aus Stadt und Land-kreis Uelzen verfügte, das wissen sicherlich viele, doch auch Messer hatten es ihm angetan. Und zu fast jedem in seiner Schubladensammlung konnte er eine Geschichte erzählen. Er war ein Fan von Paul Gerhardt, sammelte Gesangbücher, Eulen und Waagen und konnte sich an ihnen erfreuen.
Zum Einen gab es da den „öffentlichen" Wolfgang Mocek, den, der sich in Politik, Wirtschaft und Sozialem engagierte. Der sich für die Geschichte seiner Stadt einsetzte, für den Erhalt der Stadtmauer und der St.-Viti-Kapelle kämpfte. Der Kaufmann durch und durch war und dem sein Geschäft in der Esterholzer Straße mit Leidenschaft führte. Und dann war da zum Anderen noch der private Wolfgang Mocek, der gerne von alten Zeiten erzählte, der viel reiste und ein stolzer Familienvater und liebevoller Großvater war.
„Er hatte noch viel vor." Wenn dieser Satz auf jemanden zutrifft, dann auf Wolfgang Mocek. Noch immer habe ich sein Bild vor Augen, seine Stimme im Ohr. Anfang der Woche ist Wolfgang Mocek im Alter von 69 Jahren gestorben und am Freitag auf dem Uelzener Friedhof zur letzten Ruhe gebettet worden.
Dirk Marwede